Zahnarztpraxis Dr. Luh

Impressum

Behandlung

Professionelle Zähnreinigung

Leiden Sie unter entzündlichem Zahnfleisch mit oder ohne Mundgeruch? Haben Sie Brücken, Prothesen oder Implatatkonstruktionen im Mund? Dann empfehlen wir Ihnen die professionelle Zahnreinigung (PZR). Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich die Lebenszeit von Zahnersatz bei regelmässiger PZR wesentlich verlängert. Der Grund dafür ist, dass Beläge an schwer zugänglichen Stellen (z.B. unter der Brücke oder unter dem Zahnfleisch) dauerhaft liegenbleiben und dort zu Karies oder Parodontitis führen. Dies lässt sich durch die Reinigung verzögern.


Ablauf einer PZR

   
  Verdeutlichung der Ursachen von Zahnbetterkrankungen
  Anfärben und Demonstration von Zahnbelägen
   
  Anleitung zur richtigen häuslichen Mundpflege
  Ernährungsberatung
   
F   Entfernung aller harten und weichen Zahnbeläge
  Fluoridierung

 

Parodontitis

Ein sehr großer Teil der Bevölkerung leidet unter Zahnbetterkrankungen (Parodontitis). Dennoch bemerken die meisten Menschen dies nicht. Die Krankheit zeigt sich oft zunächst als Zahnfleischbluten; Schmerzen treten erst in weit fortgeschrittenen Stadien auf. Unbehandelt führt dies zu Mundgeruch, Zahnfleischtaschen, Kieferknochenabbau und später zu Zahnausfall durch Lockerung.
Eine Parodontitis kann heute erfolgreich behandelt werden. Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Krankenkassen voll übernommen.

Die Behandlung besteht aus vier Therapiephasen:

1. Genaue Diagnostik des Ausmasses der Parodontitis
2. Professionelle Zahnreinigung (Vorbehandlung)

3. Behandlung der Zahnfleischtaschen (systematische Parodontalbehandlung)*
4. Nachsorge (Recall)


* Zur Verbesserung des Ergebnisses können die gereinigten Taschen mit einem Laser nachbehandelt werden. Dies führt zu einer weiteren Bakterienreduktion (Dekontamination). Die Laserbehandlung ist eine Privatleistung.

 

Zur Therapie besonders tiefer Zahnfleischtaschen bieten wir seit neuestem PerioChip an. Dies ist ein bakterientötendes Medikament (kein Antibiotikum), welches als winziges Plättchen in die Tasche eingebracht wird. Dort löst es sich unter kontinuierlicher Abgabe des Wirkstoffs innerhalb von 2 Wochen vollständig auf. Es unterstützt die Zahnfleischregeneration nach der systematischen Parodontalbehandlung, weil es das Keimniveau in der frisch gesäuberten Tasche niedrig hält. Bisher haben wir damit gute Erfahrungen gemacht.

 

 

Air Flow

Rauchen, Kaffee-, Schwarztee- und Rotweingenuss können unschön aussehende Verfärbungen der Zähneverursachen.  Diese lassen sich weder durch Zähneputzen noch bei der Zahnsteinentfernung wirksam beseitigen.
Beim AirFlow werden die Ablagerungen auf Ihren Zähnen mit einer Druckwasser-Bicarbonatpulvermischung mechanisch (wie ein Sandstrahler) entfernt.
Damit können Sie sich wieder an Ihrer ursprünglichen Zahnfarbe erfreuen und unbeschwert lächeln.
Das AirFlow Gerät

 

 

Füllungen

Ist Zahnsubstanz durch Karies verloren gegangen, werden die gesäuberten Kavitäten ("Löcher") von Ihrem Zahnarzt gefüllt. Für kleine und mittlere Löcher haben sich allgemein zwei Materialgruppen durchgesetzt: Kunststoffe (Komposites) und Amalgam.

Bei sachgemäßer Verarbeitung kann heute von einer ähnlichen Haltbarkeit ausgegangen werden.
Amalgam wurde in der Vergangenheit oft zu negativ in den Medien dargestellt. Die diskutierte Giftikeit stellt bei genauer Betrachtung kein so gravierendes Problem dar. Warum? Seit Ende der 70er Jahren werden nur noch Amalgame verkauft, die chemisch stabil sind. Diese korrodieren ("rosten") nicht mehr. Trotzdem wird Quecksilber in sehr geringer Menge herausgelöst. Diese ist mit der aus der Umwelt aufgenommenen Menge vergleichbar. Die meisten Menschen zeigen auch langfristig keine Reaktion. Daher ist die Amalgamfüllung der Kassenstandard für die hinteren Zähne.
Auf der anderen Seite erreichen Komposites keine vollständige Polymerisation (max. 60%). Das bedeutet, dass die übrig bleibenden Monomere sich aus der Füllung herauslösen. Diese können in seltenen Fällen den Zahnnerv zerstören oder allergische Reaktionen hervorrufen. Dafür sind Komposite heute farblich so beschaffen, dass Sie den Unterschied zum Zahn nur noch selten erkennen können. Dennoch sind sie nicht für jedes Loch geeignet. Unterhalb der Zahnfleischgrenze ist die essentielle Trockenlegung immer schwieriger zu erreichen.

Es gibt also kein ultimatives Füllungsmaterial. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Welches Material zum Einsatz kommt, muss auf Ihre individuelle Situation abgestimmt werden.

 

Zuzahlung


Manche Patienten fragen, warum Kunsstofffüllungen zuzahlungspflichtig sind. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.
  Verarbeitung Komposites erforden eine strenge Trockenlegung, weil sonst die Klebung versagt. Amalgam liefert selbst im Feuchten noch zufriedenstellende Ergebnisse
  Zeitfaktor Gerade bei großen Defekten müssen Komposites schichtweise aufgetragen werden. Jede Schicht muss gehärtet werden. Das braucht wesentlich mehr Zeit als das einfache Stopfen von Amalgam.
  Krankenkassen Im Seitenzahngebiet sehen die Kassen die Amalgamfüllung als Standardlösung an (weniger sichtbarer Bereicht). Bei der Vergütung liegt daher der Aufwand für diese Füllungsart zu Grunde.

 

Alternative 1: Gussfüllungen (Inlays, Onlays, Overlays)

Ist das Loch im Zahn zu gross, sind Amalgam und Komposit nicht mehr stabil genug. Gussfüllungen können sogar Zahnhöcker ersetzen und zeichnen sich durch eine extrem lange Haltbarkeit aus. Sie werden aus Silber- oder Goldlegierungen im zahntechnischen Labor gefertigt. Der Nachteil ist, dass man mehr Zahnsubstanz wegschleifen muss, als bei Komposit oder Amalgam. Ausserdem werden Gussfüllungen derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt und müssen als Privatleistung getragen werden.
 

Alternative 2: Keramikinlay

Keramikinlays haben den Vorteil, dass sie zahnfarben gestaltet werden können. Dadurch werden sie im Mund fast unsichtbar. Durch die Befestigung mit Kompositkleber sind sie nicht überall einsetzbar. Fragen Sie uns nach dieser Alternative.
 

 

Chirurgie

Bei uns werden fast alle zahnärztlich-chirurgischen Eingriffe selbst durchgeführt. Dies umfasst die Eröffnung von Eiterherden, Wurzelspitzenresektion, Entfernung von Weisheitszähnen, Knochenaufbau vor Implantation inklusive Sinuslift. Ist ein Fall doch mal zu kompliziert, funktioniert die Zusammenarbeit mit den örtlichen Oralchirurgen sehr gut.
   
Wurzelspitzen-resektion Eine Zahnwurzel hat einen Eiterherd und eine klassische Wurzelkanalbehandlung wurde schon durchgeführt oder ist nicht möglich. Dann ist eine Ausheilung durch diese kleine Operation zum Entfernen der Wurzelspitze das Mittel der Wahl.
Weisheitszähne Manche Weisheitszähne haben nicht genug Platz, um vollständig aus dem Kieferknochen heraus zu wachsen. Oft bilden sich dort Zahnfleischnieschen, welche sich infizieren können. Diese Zähne sollten entfernt werden.
Knochenaufbau / Sinuslift Besonders wenn der Zahnverlust schon lange Zeit zurück liegt, baut sich der Knochen ab. Dies ist auch beim längeren Tragen von Prothesen der Fall. Sollen nun aber Implantate gesetzt werden und das Knochenangebot reicht nicht aus, kann zuvor der Knochen aufgebaut werden. Somit sind in vielen Fällen Implantate und eine festsitzende Versorgung doch wieder möglich.
Ist im hinteren Oberkiefer zu wenig Knochen vorhanden, können wir durch teilweises Füllen der Kieferhöhle mit Knochen oder -ersatzmaterial zusätzlich Platz für Implantate schaffen. Diese Operation bezeichnet man Sinuslift.

 

 

 

Orthopantomogramm (OPG)

 

OPG-Gerät

 

 

OPG


Die mit diesem computergesteuerten Röntgengerät gemachten Aufnahmen vermitteln eine sehr gute Übersicht über Gesamtsituation Ihres Gebisses. Kariöse Zähne, Eiterherde an Wurzelspitzen sowie verlagerte oder nicht regelrecht stehende Zähne (z.B. Weisheitszähne) sind gut diagnostizierbar

Des weiteren können Kieferknochenstrukturen erkannt und genau vermessen werden. Für das Einsetzen von Implantaten (im rechten Bild sichtbar) ist die OPG-Technik heute Standard.